Milch

Milch,Lait, Latte, Latg,

„Wer will guten Kuchen backen der muss haben 7 Sachen: Zucker und Schmalz, Eier und Salz, Milch und Mehl, Safran macht den Kuchen gelb.“  Sämtliche Produkte auf unserem Esstisch stammen aus der Landwirtschaft. Vielen Konsumenten ist diese Tatsache nicht mehr bewusst. Wir sind Milchbauern und sind überzeugt, dass wir ein wertvolles Nahrungsmittel produzieren. Milch ist aus dem Menuplan in unserer Esskultur nicht mehr wegzudenken!

Milch als Getränk, Drinkmilch, Chocodrink,Energiedrink,Caffee Latte, Yogidrink, Milchkaffee, Cappuccino,Ovo, im Rivella kommt sie auch vor! Milch zum Essen und geniessen: Joghurt, Quark, Butter, Rahm, Mozarella, creme fraiche, Kaffeerahm, Frischkäse, Streichkäse, Weichkäse, Reibkäse, Hartkäse, Alpkäse, Racelette, Fondue, Rahmsauce, Älplermakkronen, Weihnachtsguezli, Schoggi-Osterhasen, Rahmglace, Milchreis, Griessbrei, Milchschokolade,  Butterzopf, Milchschnitte,  …Mascarpone und Kartoffelstock geht auch nicht ohne! (Die Liste wäre noch zu ergänzen.)

Wir bemühen uns, Qualitätsmilch zu produzieren! Dazu ist Hygiene wichtig : einwandfreie Melkutensilien, Sauberkeit beim Melken, Euterhygiene. Auch wesentlich für eine gute Milchproduktion sind die Fütterung der Tiere (beeinflusst den Gehalt der Milch) und deren Wohlbefinden (Platz, Stallklima, kein Stress…)

Über den Milchpreis diskutieren wir hier bewusst nicht.

Melken

Einrichtung:

  Wir melken unsere Kühe zwei mal pro Tag mit einer Melk-Einrichtung von De Laval. Zur Arbeitserleichterung haben wir „Melkboys“ angeschafft. Mit diesen Wägelchen können wir die Milchkanne  zwischen die Kühe stellen. Das Melkgeschirr braucht nicht herumgetragen zu werden, die Milch wird in die Kannen gemolken. Die volle Kanne kann bequem hinausgefahren werden zum Milchtank.Dort wird sie mit Hilfe eines Aufzuges angehoben. Wir brauchen sie nur noch zu kippen. Die Milch fliesst durch ein Sieb mit Filter und wird sofort  auf 5 Grad Celsius abgekühlt und umgerührt. Der ortsansässige Milchverarbeiter holt unsere Milch auf dem Hof ab. Es entstehen verschiedenste schmackhafte Produkte in der Molkerei in Meiringen.

Das Melken:

die Euter der Kühe werden vor dem Melken vorbereitet. Jede Zitze wird in den Vormelkbecher ausgestrichen. (In den Zitzen können sich Keime aufhalten, welche beim Melken ins ganze Euter verteilt würden und Krankheiten hervorrufen könnten.) Die Zitzen (wir nennen sie übrigens „Striche“) werden mit desinfizierten Feuchttüchern gereinigt. Dabei wird das Euter leicht massiert und der Milcheinschuss hervorgerufen. Dann werden die Zitzenbecher angehängt. Mit Hilfe eines Vakuums, das durch den Pulsator rhythmisiert wird, saugt die Melkmaschine die Milch aus dem Euter. Die Euter haben verschiedene Eigenarten. Manche sind „fleischiger“,dicker, andere sind weich und dünner. Bevor die Zitzenbecher abgehängt werden, kontrollieren wir die Euter. Manche müssen hier und dort noch etwas massiert werden damit die restliche Milch rauskommt und sich keine Verhärtungen bilden. Ist die Melkmaschine abgehängt, werden die Zitzen in Desinfektionsmittel getaucht. (Nach dem Melken sind die Milchkanäle geöffnet, somit hätten Krankheitserreger ein leichtes Spiel um in die Zitzen zu gelangen.)

Das Melken ist für mich die schönste Arbeit. Sie erfordert „Fingerspitzengefühl“, erlaubt den nahen Kontakt zum Tier, kann nicht beschleunigt werden (lässt keinen Stress zu) und ergibt ein kostbares Produkt!

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